Flüchtlinge / Asylsuchende in Linkenheim-Hochstetten

Der Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg hat viele hilfesuchende Menschen aufgenommen und für eine vorübergehende Unterbringung auf die einzelnen Gemeinden verteilt. Menschen, die auf diesem Wege in Linkenheim-Hochstetten angekommen sind werden vor allem durch ehrenamtliche Helfer, aber auch durch den hauptamtlichen Sozialarbeiter und den Integrationsbeauftragten der Gemeinde, unterstützt.

Die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen ist in Baden-Württemberg im Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) geregelt. Generell unterscheidet man zwischen drei Stufen der Unterbringung:

  1. Erstaufnahmestellen des Landes:
    Die ankommenden Menschen werden auf die Erstaufnahmestellen des Landes verbracht. Hier erfolgen Registrierung und eine erste Einschätzung, ob ein Asylgesuch Aussicht auf Erfolg hat. Auch erfolgt ggf. eine Erstversorgung der Menschen. Häufig sind Flüchtlinge durch die Flucht physisch oder psychisch gezeichnet.
  2. Vorläufige Unterbringung in den Land- und Stadtkreisen:
    Entsprechend der Einwohnerzahl des jeweiligen Stadt- und Landkreises werden die Flüchtlinge weiter auf die Stadt- und Landkreise im Land verteilt. In den Landkreisen wiederum erfolgt die Unterbringung auf die Gemeinden, verteilt nach der jeweiligen Einwohnerzahl der kreisangehörigen Gemeinde. So wird eine gleichmäßige Verteilung der Flüchtlinge sichergestellt. Im Landkreis Karlsruhe werden die Menschen in dieser Unterbringungsstufe in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Das heißt, Küche und Sanitärräume werden gemeinsam genutzt. In den Gemeinschaftsunterkünften bleiben die Menschen bis über den Asylantrag entschieden ist, längstens jedoch 2 Jahre. Ziel dieser Unterbringungsstufe ist eine asylrechtliche Entscheidung.
  3. Anschlussunterbringung:
    Die sogenannte Anschlussunterbringung ist die letzte Unterbringungsstufe im dreigliedrigen Unterbringungsverfahren in Baden-Württemberg.
    Wenn über den Asylantrag positiv entschieden wurde, werden die Flüchtlinge den Gemeinden zur Anschlussunterbringung zugeteilt. Auch Asylsuchende, über deren Asylantrag noch nicht entschieden ist, die aber bereits zwei Jahre in einer vorläufigen Unterbringung leben, kommen in die Anschlussunterbringung. Diese Zuteilung erfolgt ebenfalls nach Einwohnerzahl. Hier stehen die Integration der neuen Einwohner Vordergrund.

Die Flüchtlingszahlen sind seit Anfang des Jahres spürbar zurückgegangen, so auch die Zuweisungen in dem Landkreis und damit in die kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Vor diesem Hintergrund wurde die Gemeinschaftsunterkunft „Im Gründel“ am 31.08.2017 geschlossen.

In Linkenheim-Hochstetten gibt es aktuell verschiedene Formen der Anschlussunterbringung (Stufe 3):

Anschlussunterbringung in Linkenheim-Hochstetten

In Linkenheim-Hochstetten gibt es derzeit 26 Wohnungen bzw. Häuser, die zu Anschlussunterbringungen dienen und in denen ca. 130 Personen untergebracht sind. Der Sozialarbeiter der Gemeinde spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Gebäude und Verteilung der Menschen auf diese. 

Die Gemeinde hat sich dazu entschieden, die Menschen dezentral unterzubringen, um so die Grundlagen für eine schnelle Integration in die Gemeinschaft zu ermöglichen. Schwerpunkte neben der Unterbringung sind Spracherwerb, berufliche Integration, soziale Integration und Hilfe zur Selbsthilfe. Der Arbeitskreis Integration leistet hierbei eine sehr große und gute Hilfestellung für die Menschen und wird dabei von der hauptamtlichen Integrationsbeauftragten der Gemeinde unterstützt.

Das ehrenamtliche Engagement, aber auch die großzügige Bereitschaft zu Geld- und Sachspenden sind wichtige Säulen der Integration in Linkenheim-Hochstetten:

Arbeitskreis Integration Linkenheim-Hochstetten

Integrieren – gemeinsam schaffen wir das!
Geflüchtete in unserem Ort spüren zu lassen, dass sie willkommen sind und ihnen Hilfe anzubieten, die sie befähigt zur Selbsthilfe und Integration, dafür engagieren wir uns als Ehrenamtliche des Arbeitskreises Integration (AKI).

Meist kennen sich die Geflüchteten, die nun bei uns in der Anschlussunterbringung AUB sind, schon ganz gut aus. Doch nun ist es erforderlich, sie so zu unterstützen, dass das Ankommen hier und das Hineinwachsen in unsere Gesellschaft gelingen kann.

Jeder, der sich hierfür engagieren möchte, ist im AKI herzlich willkommen. Der Arbeitskreis arbeitet eng mit der Kommune, dem Landkreis, den örtlichen Kirchengemeinden und den Vereinen zusammen.

Wir über uns
Der AKI Linkenheim-Hochstetten ist ein offenes, bürgerschaftliches Netzwerk. Er übernimmt die Koordination der ehrenamtlichen Unterstützung für Geflüchtete im Ort. Dazu gehören insbesondere die Bereiche:

  • Integration
    Unterstützung im Alltag, bei Behördengängen und bei Gesundheitsbelangen,
    sowie bei der Suche nach Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen

  • Lernbegleitung
    Deutschunterricht und Konversation in Kleingruppen, Unterstützung in verschiedenen Schulfächern, Hausaufgabenbetreuung

  • Begegnungsstätten
    Café International, Frauen-Treff, Schachbrett, Sport, Projekte, gesellschaftliche Engagements, interkulturelle Feste u.a.m.

  • Kleiderkammer, Spenden, Technik und Transport
    Annahme und Weitergabe von Sach- und Geldspenden, handwerkliche Unterstützung
Kontakt zum Arbeitskreis Integration Linkenheim-Hochstetten

Die Arbeitsgruppe Anschlussunterbringung sucht dringend Unterstützung.
Möchten Sie für eine Familie ein Patenschaft übernehmen oder Kontakt zu Einzelpersonen oder Gruppen pflegen?
Dann nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf: info@ak-integration-liho.de

Sie möchten Sie direkt an einen bestimmten Bereich wenden? Nachfolgend finden Sie die E-Mail-Adressen:

Im Internet finden Sie Arbeitskreis Integration unter www.ak-integration-liho.de